Wanderausstellung „Stallbauten – Teil unserer Kulturlandschaft“ (2021)
Der Wandel in der Landwirtschaft schreitet fort: Waren im Jahr 2000 noch 150.000 Bauern in Bayern tätig, hat sich ihre Zahl seitdem mit 84.600 nahezu halbiert. Bei den Milchkühen verdoppelte sich im gleichen Zeitraum die durchschnittliche Betriebsgröße bundesweit von 33 auf 68 Großvieheinheiten. Während früher fast überall die Anbindehaltung im Stall des Bauernhauses praktiziert wurde, haben sich mittlerweile große Freilaufställe flächendeckend durchgesetzt - in der Regel in Form von Neubauten im Außenbereich. Diese neuen Bauwerke prägen in zunehmendem Maße unsere gewachsenen Kulturlandschaften und verdienen daher besondere Aufmerksamkeit. Dem "architekturforum allgäu" ist es ein besonderes Anliegen, qualitätvolle Stallbauten einem breiten Publikum bekannt zu machen. Über das „Holzforum Allgäu“ konnte hierzu auch mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus sowie dem Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbe eine Wanderausstellung realisiert und weiterentwickelt werden. Weitere Kooperationspartner sind das „Institut für Landtechnik und Tierhaltung“ an der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft sowie der „ALB Bayern“. |
Interdisziplinäre Ringvorlesung "landwirtschaftliches Bauen mit Holz
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Bauen mit Holz hat in der bayerischen Landwirtschaft eine lange Tradition. Der nachwachsende und nachhaltige Baustoff Holz fand früher in landwirtschaftlichen Nutzgebäuden breite Verwendung. In den letzten Jahrzehnten ging die Bedeutung gegenüber anderen, angeblich moderneren Materialien allerdings zurück. Diese Entwicklung gilt es umzukehren und die vielen Vorteile beim Bauen mit heimischem Holz wieder verstärkt ins Bewusstsein von Bauherren, Planern, Beratern und ausführenden Firmen zu rücken (Auszug aus dem Grußwort von Staatsminister Helmut Brunner).